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 Betreff des Beitrags: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 01.03.2014, 20:30 
Lateiner

Registriert: 01.03.2014, 20:18
Beiträge: 3
Hey Leute..
Ich habe im April meine Abi-Präsentation im Fach Latein. Mein Thema bezieht sich auf Cicero bzw. auf sein Werk ''de re publica''. Dabei habe ich jedoch einige Fragen bzw. Unklarheiten bei denen ihr mir hoffentlich helfen könnt : Warum schreibt Cicero in dieser Zeit seine staatstheoretische Schrift und wie kommt er darauf Rom als Beispiel für die beste Staatsform zu nehmen :? Während er de re publica schreibt befindet sich Rom in einer Krise und ist kurz vor seinem Ende ??
Ich hoffe , dass ihr mir helfen könnt..
MfG


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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 12.03.2014, 21:16 
Lateiner
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Registriert: 28.11.2006, 14:47
Beiträge: 275
Cicero war politisch kaltgestellt, was sollte er sonst tun? Das ist wie mit Sarazin - nur hatte Cicero gehaltvollere Dinge zu sagen.

Warum von 54-51? Das scheint mir Spekulation zu sein - vielleicht wollte er Cäsar und die Eliten belehren, ohne sich zu sehr aus dem Fenster zu lehnen (jede Staatsform hat Vorteile, kann jedoch pervertiert werden; daher: Mischform ist das Nonplusultra, da das Beste aus Monarchie (Komsulat), Aristokratie (Senat) und Demokratie (Volksversammlung) vereint war). Die Dialoge spielen ja auch im 2. Jahrhundert v.Chr., als die res publica ja noch toll war und der mos maiorum viel galt.

Warum Rom? Weil es sich für einen überzeugten Republikaner und Römer - und der war Cicero nunmal - gehörte, ein Loblied auf den eigenen Staat zu singen. Zumal die Mischform der Verfassungen in Rom herrschte und "super" war - zumindest auf dem Papier.

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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 13.03.2014, 07:08 
Lateiner

Registriert: 11.02.2010, 10:45
Beiträge: 9667
Wohnort: Franken
Save Agricola, ubi tam diu versatus es?
:?


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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 14.03.2014, 05:41 
Lateiner
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Registriert: 28.11.2006, 14:47
Beiträge: 275
primum referendario, deinde magistro mihi tempus deerat. :( attamen nonnumquam umbrae similis aderam quaestiones legens. nunc me frequentiorem quaerentibus latinitate vexatis adesse posse spero.

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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 14.03.2014, 17:34 
Lateiner

Registriert: 01.03.2014, 20:18
Beiträge: 3
danke für die antworten , hat mir wirklich weitergeholfen ..
Meine andere Frage wäre , warum für Cicero die aequabilitas in seiner Mischverfassung so wichtig ist .. ? Er behauptet ja , dass seine Mischverfassung einerseits die firmitas und andererseits die aequabilitas besitzt .. die firmitas versteh ich , die aequabilitas hingegen nicht.. Vielleicht könnt ihr mir ja einige Denkansätze bzw. Hilfen geben.. :?
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 14.03.2014, 17:43 
Lateiner

Registriert: 14.05.2012, 13:33
Beiträge: 8573
Cf:
http://www.zeno.org/Georges-1913/A/aequ ... quabilitas

http://books.google.de/books?id=E7BzSdl ... gOdv4DgDA&


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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 16.03.2014, 16:54 
Lateiner

Registriert: 01.03.2014, 20:18
Beiträge: 3
hat mir leider nicht wirklich geholfen .. warum sieht er denn nun in der aequabilitas einen vorteil ? ich muss ja die vorteile seiner mischverfassung in der präsentation darstellen , bei der aequabilitas scheitert's leider.
im internet find ich auch nicht wirklich etwas , was mir helfen könnte .. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: 5.Pk Cicero
BeitragVerfasst: 17.03.2014, 18:07 
Lateiner
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Registriert: 28.11.2006, 14:47
Beiträge: 275
Meinem Verständnis nach sieht Cicero in der aequabilitas iuris (!) den Vorteil, dass sich das gemeine Volk vor Gericht nicht schlechter behandeln lassen muss als ein Aristokrat, sollte es zu Verhandlungen kommen. Dann gelte: römischer Bürger gegen römischen Bürger und nicht Aristokrat gegen Plebejer. Letzterer würde dann oftmals wegen der fehlenden dignitas benachteiligt. Es geht also nur um rechtliche Aspekte, nicht um gesellschaftliche Rangfolgen (gradus dignitatis).
Also schützt die aequabilitas iuris vor servitus und ist somit integraler Teil der libera res publica.
Cicero könnte hier auf das Zwölftafelgesetz anspielen, das ja für alle römischen Bürger Geltung besaß. Eine völlige "Gleichheit", aequitas, schließt Cicero damit aus. Das Motto könnte insgesamt heißen: divide et impera! Zumindest soll sich das Volk "gefühlt" geschützt und rechtlich als gleichwertig betrachten können. Das kommt auch aus der Antwort von amicus62 (zeno) hervor: gleiche Berücksichtigung vor dem Gesetz.

Die aristokratische Sichtweise ist durch Scipio dargestellt und verknappt dann den Begriff erst auf aequabilitas, schließlich auf die aequitas. Damit unterstellen die Aristokraten eine, verzeiht den modernen Begriff, "kommunistische Gleichmacherei" und reden voll an der Sache vorbei, eben weil sie den Ausdruck aequabilitas iuris unzulässig verallgemeinern und mit historischen Beispielen belegen. Diesen würde auch Cicero zustimmen - weil sie nichts mit der Sache zu tun haben.

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