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BeitragVerfasst: 30.12.2017, 22:38 
Lateiner

Registriert: 30.12.2017, 17:01
Beiträge: 3
Welchen lateinischen Autor findet ihr am schwierigsten zu übersetzen bzw. wie würdet ihr Cicero, Seneca und Vergil im Vergleich der Schwierigkeitsgrade einordnen? Ich muss nämlich sagen, ich fand die Cicero-Texte schwer, die Vergil-Texte etwas leichter(da muss man allerdings auch die Metrik machen, was mir nicht so liegt) und Seneca finde ich auch recht schwer.

Deswegen frage ich mich, ist Seneca leichter als Cicero und ist Vegil noch leichter, denn im Abi nächstes Frühjahr werden diese drei aller Voraussicht nach drankommen und ich überlege grad, wie und auf wen ich mich am besten/meisten vorbereite. Wir haben im Latein LK alle drei Autoren behandelt, aber zurzeit haben wir das Thema Philosophie anhand von Senecas Briefen, was mich ehrlich gesagt am meisten interessiert. Ich erinnere mich allerdings nicht mehr so gut an die Q1/2 mit den Themen Rhetorik, Staat und Gesellschaft, die wir anhand von Ciceros Philippischen Reden, Texten über Augustus und Vergils Aeneis durchgenommen haben. Deswegen geht es mir mal um ene grundsätzliche Einschätzung, wie schwer die einzelnen Texte für die Mehrheit der Leute(oder euch selbst) zu übersetzen sind, weil ich mich wie gesagt auf einen Autor gerne speziell vorbereiten möchte und einfach das Gefühl haben möchte ,mich bei mindestens einem wirklich sicher zu fühlen. In einem anderen Forum habe ich eine "Rangliste" der Schwierigkeitslevel gesehen, da wurde bspw. Seneca für schwieriger erachtet als Cicero und Vergil stand bei den Dichtern auch an zweitschwierigster Stelle.

Was denkt ihr darüber?
Vielen Dank für eure Antworten.

LG
Elisabeth


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BeitragVerfasst: 31.12.2017, 12:39 
Lateiner

Registriert: 14.05.2012, 13:33
Beiträge: 10969
Meine Abstufung wäre:

Seneca-Vergil-Cicero
Es kommt aber darauf an, wie sehr man sich mit einem Autor beschäftigt. Man muss sich an den Stil eines jeden erst gewöhnen.
Am schwierigsten ist es mMn, Seneca in angemessenes Deutsch zu übertragen.


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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 09:55 
Lateiner

Registriert: 11.02.2010, 10:45
Beiträge: 13472
Wohnort: Franken
Hier hat schon mal jemand abgestuft:
viewtopic.php?t=3381


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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 15:41 
Lateiner

Registriert: 30.12.2017, 17:01
Beiträge: 3
Ja, diese Liste hab ich auch schon ersehen, darauf bezog sich auch ein Teil meiner Frage, denn dort haben zwei Leute Seneca und Cicero anders eingeordnet..amicus62,kannst du mir bitte mal deine Abstufung erklären, die finde ich interessant, zumal sie auch der einen Auflistung widerspricht. Ich hätte gerne ein paar Argumente dafür, warum der ein oder andere Autor schwierig oder leicht ist, bzw. was genau es an ihm schwierig oder oder leicht macht, ihn zu übersetzen..

LG
Eli


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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 16:52 
Lateiner

Registriert: 14.05.2012, 13:33
Beiträge: 10969
Seneca ist schwer, wenn es um philosophische Gedanken, kurze prägnante Sätze, Sentenzen und Wendungen geht.
Man braucht viel Hintergrundwissen (Stoa). Sein Sprachgebrauch weicht deutlich von der Klassik ab.

Vergil: Das übliche Problem mit dem Zusammensuchen von Zusammengehörigen, dichterische Ausdrucksweise, Abweichungen von der Regelgrammatik, adäquate/gut lesbare Übertragung ins Deutsche

Cicero: Schachtelsätze, die man aber klar konstruieren kann, Fachvokabular (termini technici), verschiedene Textsorten
(politisch, philosophisch, privates, juristisch, theologisch, rhetorisch)


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BeitragVerfasst: 01.01.2018, 22:16 
Lateiner

Registriert: 30.12.2017, 17:01
Beiträge: 3
Hm ja da ist was dran, wobei mich ja gerade die Philosophie interessiert und ich auch da viel lieber bereit bin, mir Hintergrunwissen anzueignen, als bei Themen, die mich nicht so interessieren wie bei Cicero bspw... Kurze Sätze sind mMn eher von Vorteil, solange sie grammatikalisch "normal" aufgebaut sind und auch Sentenzen durchschaut man, denke ich, wenn man den Inhalt versteht.

Bei Vergil sehe ich die dichterische Ausdrucksweise und teilweise das Zusammenbasteln zusammengehöriger Worte auch etws kritisch, besonders aber die Abweichungen von der Reglegrammatik.

Bei Cicero finde ich persönlich allerdings die langen Sätze schwer und gerade nicht so leicht zu konstruieren. Und Fachvokabular plus verschiedene Textsorten, deren Einordnung man erst mal treffen muss, machen die Sache auch nicht leichter.

Wenn du/ihr jetzt Abi machen müsstest/müsstet, welchen Autor würdest/t du/ihr dann am ehesten nehmen?


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BeitragVerfasst: 02.01.2018, 09:36 
Lateiner

Registriert: 14.05.2012, 13:33
Beiträge: 10969
Welche Autoren in den letzten Jahren drankamen, kannst du aus Abituraufgabensammlungen entnehmen z.B. für Bayern:
https://www.stark-verlag.de/abiturprufung-bayern-latein

Als häufige Abiautoren sind mir bekannt: Cicero, Seneca, Livius, Laktanz (der christliche Cicero)
Dichter tauchen im Zusatzteil auf (oft mit Übersetzung), wenn es um Interpretation, Stilmittel etc. geht.


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