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 Betreff des Beitrags: Apotheose Ovid
BeitragVerfasst: 25.05.2016, 19:48 
Lateiner

Registriert: 23.05.2016, 17:12
Beiträge: 3
Hallo Communityy, Kann jemand mir den Text hier interpretieren bzw. mir die Aussagen nennen.Verstehe nix
:? :? :? Es handelt sich um die Apotheose Ovids. :(

Jener, um den du dich mühst, Cytheraea, er hat seine Laufbahn,

Die ihm auf Erden bestimmt war, erfüllt, seine Jahre vollendet.

Daß er als Gott im Himmel erscheint und in Tempeln verehrt wird,

Das wirkst du und sein eigener Sohn. Er, Erbe des Namens,

Trägt dann allein die Last der Regierung; er rächt den erschlagnen

Vater, der tapfere Held: wir leisten ihm Hilfe im Kampfe.

Mutina wird, die belagerte Festung, um Frieden ihn bitten,

Ihn, den Führer der Sieger; Pharsalia wird ihn erleben,

Wiederum wird im emathischen Land Philippi vom Blute

Triefen; es sinkt im sizilischen Meer der Name des ,Großen';

Und eines römischen Führers ägyptische Gattin wird stürzen,

Töricht der Ehe vertrauend: erfolglos die Drohung, es werde

Unsere Burg Capitolium ihrem Canopus sich beugen.

Muß ich die Völker, die westlich und östlich am Ozean hausen,

Alle die Wilden dir nennen? Sein Eigentum wird, was die Erde

Trägt, die bewohnte; ihm wird auch das Meer als Sklave gehorchen.

Hat er die Erde befriedet, so kehrt er den Geist auf der Bürger

Recht und Ordnung: Gesetze erläßt der gerechteste Walter,

Lenkt nach eigenem Beispiel die Sitten und wird in der Sorge

Um die künftigen Zeiten, zum Heil der kommenden Enkel,

Dem von der frommen Gemahlin gebotenen Sohne befehlen,

Seinen Namen zugleich und die Bürde der Herrschaft zu tragen.

Ist er dann endlich als Greis so betagt wie der Pylier geworden,

Wird er den himmlischen Ort, die verwandten Gestirne erreichen.

Aus dem gemordeten Leib indessen entraffe die Seele!

Wandle zum Licht sie, daß immer der göttliche Julius unsre

Burg Capitol und das Forum aus himmlischer Halle beschaue!"

Kaum sind die Worte gesprochen, so steht sie, die gütige Venus,

Mitten im Saal des Senats, für niemand sichtbar; des teuren

Caesar entweichende Seele entführt sie dem Körper. Sie will nicht,

Daß in die Luft sie schwinde: sie trägt sie empor zu den Sternen.

Aber beim Tragen wird licht sie und feurig; sie spürt es und läßt sie

Los vom Busen: da schwingt sie sich über die Mondregionen,

Zieht einen langen flammenden Schweif und funkelt als Stern jetzt,

Und beim Blick auf die Taten des Sohnes gesteht sie, sie ragen

Über die eignen: sie freut sich, von ihm übertroffen zu werden.


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