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BeitragVerfasst: 27.09.2007, 18:13 
Lateiner

Registriert: 27.09.2007, 14:54
Beiträge: 4
Hallo
Ich suche einen Autor bzw einen Text aus dem alten Rom, egal ob Republik oder Kaiserzeit der sich mit sozialen Fragen beschäftigt, ideal in deutsch und Latein.
Gefunden habe ich bisher nur Tacitus Dialog.

Ich suche Aufätze oder Erörterungen zu den Themen
Drogen
Gewalt
Familie
soziale Strukturen
etc.

Danke vorweg für Hilfe.


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BeitragVerfasst: 27.09.2007, 18:41 
Lateiner
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Registriert: 14.01.2007, 20:25
Beiträge: 494
Wohnort: Bayern
Hallo!

Spontan würde mir jetzt ein Brief von Seneca einfallen, der vom Missbrauch und von den Folgen des Alkohols handelt:

Hier findest du die lateinische Version:

ttp://www.km.bayern.de/imperia/md/conte ... n_2007.pdf

Hab aber jetzt auf die schnelle keine Übersetzung gefunden, aber vielleicht kannst du ja jemanden aus dem Forum bitten diesen Text zu übersetzen, auch wenn er relativ lang ist.

mfg & LG

_________________
Aequam memento rebus in arduis servare mentem!


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BeitragVerfasst: 27.09.2007, 19:39 
Lateiner

Registriert: 27.09.2007, 14:54
Beiträge: 4
pseudoirrealis hat geschrieben:
Hallo!

Spontan würde mir jetzt ein Brief von Seneca einfallen, der vom Missbrauch und von den Folgen des Alkohols handelt:

Hier findest du die lateinische Version:

ttp://www.km.bayern.de/imperia/md/conte ... n_2007.pdf

Hab aber jetzt auf die schnelle keine Übersetzung gefunden, aber vielleicht kannst du ja jemanden aus dem Forum bitten diesen Text zu übersetzen, auch wenn er relativ lang ist.

mfg & LG


danke fuer den vorschlag.

falls du den text kennst
liest er sich wie 2007?

der tacitus liest sich wie 2007 geschrieben.

werde den text mit uebersetzung suchen auch in der bibliothek.


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BeitragVerfasst: 27.09.2007, 19:50 
Lateiner
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Registriert: 14.01.2007, 20:25
Beiträge: 494
Wohnort: Bayern
Ich hab den Text im Landeswettbewerb der alten Sprachen in diesem Jahr übersetzen müssen. Ich fand ihn damals überraschend detailiert, denn er beschreibt die Schwindelgefühle, wie sich alles dreht, und die Gewalttätigkeit, die durch Alkohol auftreten kann. Er beschreibt ziemlich genau, wie man sich fühlt, wenn man betrunken ist und vergisst dabei nicht die Kritik an der Gesellschaft.
Ich würde es vielleicht vorsichtig als satirische Sozialkritik bezeichnen.
Ob er sich wie 2007 liest fragst du noch: Meinst du die Sprache oder den Inhalt?
Inhalt würde ich sagen: Ja bis auf eine Stelle, an der er ein Beispiel anführt, das natürlich nicht aus 2007 stammen kann.
Und das ganze sprachlich auf 2007 zu bringen, falls das notwendig wäre, ist ja kein Problem. Da kann man dann vorsichtig an der Übersetzung.

mfg & LG

_________________
Aequam memento rebus in arduis servare mentem!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.09.2007, 15:56 
Lateiner

Registriert: 27.09.2007, 14:54
Beiträge: 4
pseudoirrealis hat geschrieben:
Ich hab den Text im Landeswettbewerb der alten Sprachen in diesem Jahr übersetzen müssen. Ich fand ihn damals überraschend detailiert, denn er beschreibt die Schwindelgefühle, wie sich alles dreht, und die Gewalttätigkeit, die durch Alkohol auftreten kann. Er beschreibt ziemlich genau, wie man sich fühlt, wenn man betrunken ist und vergisst dabei nicht die Kritik an der Gesellschaft.
Ich würde es vielleicht vorsichtig als satirische Sozialkritik bezeichnen.
Ob er sich wie 2007 liest fragst du noch: Meinst du die Sprache oder den Inhalt?
Inhalt würde ich sagen: Ja bis auf eine Stelle, an der er ein Beispiel anführt, das natürlich nicht aus 2007 stammen kann.
Und das ganze sprachlich auf 2007 zu bringen, falls das notwendig wäre, ist ja kein Problem. Da kann man dann vorsichtig an der Übersetzung.

mfg & LG



Danke fuer die Hilfe.
Ich meinte inhaltlich.
Da das hier das Cafe ist
habt Ihr nicht den Eindruck
die denken damals wie heute?

Wo kann ich den Text in deutsch finden?




Der erste Absatz ca. 10 Zeilen wuerde mir genuegen.


Danke.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28.09.2007, 20:13 
animi concitationis

Registriert: 04.12.2004, 14:04
Beiträge: 4181
Sen. epist. 83, 18-22, 17 (gekürzt!) - etwas salopper übersetzt
Sag, wie schimpflich es sei, in sich viel mehr hinein zu schütten als
der Magen fassen kann und das Maß seines eignene Magens nicht zu kennen;
wie viele Dinge Betrunkene machen,
über welche sie als im nüchteren Zustand rot werden;
Trunkenheit sei nichts anderes als freiwillige Geistesstörung.
Dehne jenen Zustand des Betrunkenen auf mehrere Tage aus:
Wirst du (dann) etwa an seinem° Wahnsinn zweifeln?
Er ist auch (schon) jetzt nicht geringer, sondern (nur) kürzer.
Berichte (ihnen) vom Beispiel des Makedoniers Alexander (d. Gr.),
der Kleitos, seinem ihm liebsten und treuesten Freund
bei einem Trinkgelage niederstach und
nach dem Begreifen seiner Untat sterben wollte,
sicherlich auch sollen hätte
(~ wozu er auch alle Ursache hatte).
Die Trunkenheit stachelt zu jedem Laster an
und deckt es auf und verscheucht die
Scheu, die sich den verwerflichen Absichten (noch) widersetzt.
Denn mehr Leute nehmen eher wegen der Scheu
als aus (bewusster) guter Absicht
von einer moralisch schlechten Handlung Abstand.
Sobald die übermäßige Kraft des Weins den Geist in Besitz genommen hat,
tritt jedes bisher verborgenen Laster zutage.
----
Die Trunkenheit erzeugt nicht unsere Untugenden,
sie bringt sie nur ans Licht.
Dann wartet ein Sexbesessener nicht einmal bis zum Schlafzimmer,
sondern gestattet seinen Begierden ohne Aufschub,
wieviel/wonach sie verlangt haben.
Dann beherrcht ein Frechling weder seine Zunge noch seine Hand.
Dem Anmaßenden wächst der Übermut,
dem Grausamen die Grausamkeit
und einem Neidischen/Eifersüchtigen die Bosheit.
----
Gib noch das Nichtwissen um sich selbst dazu,
die unsicheren und zu wenig deutlich ausgesprochenen Worte,
die herumirrenden Augen / den irren Blick,
den dahin irrenden/schwankenden Gang,
den Schwindel im Kopf,
selbst/sogar die schwankenden Häuser
da gleichsam irgendein Wirbelsturm
das ganze Haus sich im Kreise drehen lässt,
die Magenbeschwerden,
wenn der Wein aufbraust und sogar die Eingeweide in Spannung versetzt.
Bedenke, welche Verwüstungen die zum Volkslaster gewordene Trunkenkeit
angerichtet hat.
Diese hat die mutvollsten und kriegerischsten Völkerschaften
den Feinden ausgeliefert,
diese hat Mauern,
die in einem hartnäckigen Krieg von vielen Jahren verteidigt wurden,
weit aufgerissen,
diese hat die trotzigsten und sich gegen das Joch aufbäumenden Leute
in fremde Botmäßigkeit hineingetrieben
und diese hat die in einer Schlacht unbesiegbaren Männer
durch Wein gebändigt.
----
Sag also, warum der Weise sich nicht betrinken darf!
Zeige die Verwerflichkeit und Ungebührlichkeit der Sache
durch Fakten, nicht mit Worten auf!
Zeige - was ganz leicht ist - dass diese sogenannten Vergnügungen,
sobald sie das Maß überschritten haben, (eigentlich schon) Strafen sind.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.09.2007, 09:35 
Lateiner

Registriert: 27.09.2007, 14:54
Beiträge: 4
DANKE DANKE

DANKE!


genau das habe ich gesucht.

das liest sich so als würde ein lehrer 2007 seine klasse vor drogen moralisieren.

PS
will drei saetze auf mein hp
soll
ich dazu schreiben
uebersetzt von............................


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