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 Betreff des Beitrags: Gemeinsamkeien Latein/Mathematik
BeitragVerfasst: 01.11.2008, 17:14 
Lateiner

Registriert: 01.11.2008, 17:06
Beiträge: 2
Salve!

Ich bin gerade auf der Suche nach Gemeinsamkeiten, oder besser gesagt Überschneidungen zwischen Latein und Mathematik.
Vielleicht wisst ihr welche?! :)

lg


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BeitragVerfasst: 03.11.2008, 12:37 
Lateiner

Registriert: 10.10.2008, 07:37
Beiträge: 112
Wohnort: Russland
Salve, Vergili.

Das Thema klingt interessant, aber außerordentlich unklar. Mathematik ist ja die Wissenschaft von den quantitativen Relationen und den Raumformen, und Latein ist eine Sprache. Was für eine Gemeinsamkeit kann zwischen einer Deklination und einer Differenzialgleichung sein? Kannst du mal erklären, was du meinst?


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BeitragVerfasst: 05.11.2008, 20:49 
Lateiner

Registriert: 01.11.2008, 17:06
Beiträge: 2
Bei meiner Abschlussprüfung nach dem Gymnasium, muss ich unter anderm 2 Fächer wählen und eine Prüfung ablegen, in der die Überschneidungen als eigenes Stoffgebiet gelten.
Ich könnte nun z.B. Geschichte mit Latein oder z.B. Mathematik mit Geographie wählen. Ich möchte Latein mit Matehmatik wählen. Dazu muss ich mindestens 5 überschneidungen zwischen den beiden Fächern finden.

Danke für deine Antwort!


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BeitragVerfasst: 06.11.2008, 15:02 
Lateiner

Registriert: 03.11.2008, 14:54
Beiträge: 10
Hm...
Hannibal - 2.punischer Krieg - Syrakus - Archimedes - Hebelgesetze/ spezifisches Gewicht...
Sowas?? :?


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BeitragVerfasst: 06.11.2008, 16:10 
Lateiner

Registriert: 03.11.2008, 14:54
Beiträge: 10
Noch eine Idee: Vitruv, de architectura


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BeitragVerfasst: 07.11.2008, 17:04 
Lateiner

Registriert: 10.10.2008, 07:37
Beiträge: 112
Wohnort: Russland
Hallo zusammen!

Archimedes war doch ein Griecher! :) Obwohl die Römer ihn zu einigen Endekungen bestimmt begeisterten...

Als ich nachgedacht habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass es keine wesentliche Gemeinsamkeit zwischen Latein und Mathematik gibt. Aber man kann auch die unwesentlichen Überschneidungen besprechen. Die Römer haben eigentlich zur Mathematik fast nichts beigetragen (außer die Ziffer, mit denen man kaum rechnen kann :)). Jedoch schriben alle europäischen mittelalterlichen Gelehrten lateinisch, und auch später war Latein die Wissenschaftssprache. Deswegen gibt es in der modernen Mathematik bestimmte Spuren von Latein. Und zwar, ich denke an Folgendes:

a) Terminologie (um mich Zeit zu sparen, schreibe ich die Beispiele englisch, weil sie auf Deutsch ähnlich klingen müssen)

trigonometrische Funktionen: sinus, tangent;
Algebra: commutative, associative, distributive, determinant;
Geometrie: vector (neulat. aus veho);
Analysis: function, limit, derivative, differential, integral.

b) Bezeichnungen

überhaupt liegen die lateinische und griechische Alphabete fast allen mathematischen Bezeichnungen zugrunde;
trigonometrische Funktionen: sin, tan (vgl. oben);
Differentialoperatoren: div (aus divergentio), rot (aus rotatio);
das Zeichnen "+" entstand vermutlich aus einer Abkürzung für "et";
damals gab es noch andere Bezeichnungen: z.B. bei Cardano (1545) würde die Gleichung x^3 + 5x = 12 folgendermaßen aussehen:
1. cubus p. 5. positionibus aequantur 12

Was aber der Mathematik innerhalb der lateinischen Sprache angeht... Vielleicht kann man etwas über die Zahlwörter und die Wörter, die zur Ortbestimmung dienen, sagen? Übrigens, wenn man eine Gemeinsamkeit zwischen Mathematik und Deutsch entdeckt, kann eine analoge Gemeinsamkeit auch Latein betreffen.

Viel Erfolg!


Zuletzt geändert von Quasus am 13.11.2008, 21:36, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.11.2008, 17:07 
Lateiner

Registriert: 10.10.2008, 07:37
Beiträge: 112
Wohnort: Russland
Sagt bitte, ob alles mit meinem Zeichnensatz (encoding) in Ordnung ist.


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BeitragVerfasst: 07.11.2008, 21:43 
Lateiner

Registriert: 03.11.2008, 14:54
Beiträge: 10
Hallo!
Natürlich ist Archimedes Grieche, aber wo genau will man die römische von der griechischen Kultur trennen? Bei der Eroberung von Syrakus hat Archimedes gegen die Römer gekämpft. Und römische Schriftsteller haben darüber auf Lateinisch berichtet. Ich denke, er gehört mit in ihre Geschichte. Allerdings fällt mir im Nachhinein auf, dass seine Erfindungen wohl eher in den Bereich Physik gehören...

"vergilius", wie genau sind die Gemeinsamkeiten zwischen Latein und Mathematik eigentlich gemeint: "Latein" nur als Sprache? Oder das Schulfach inclusive Geschichte, Philosophie, und allem, was noch dazugehört?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.11.2008, 02:21 
Lateiner
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Registriert: 14.01.2007, 20:25
Beiträge: 494
Wohnort: Bayern
Hallo!

Als ehemaliger Mathe, Latein Leistungskursler muss ich mich jetzt auch mal zu Wort melden.

Ich finde, dass das, was ihr bisher aufzählt, keine Gemeinsamkeiten sind. Es sind mehr zufällige Rendezvous von Mathematik und Latein in der Geschichte. Denn man kann wohl kaum sagen, dass Englisch und Mathe viele Gemeinsamkeiten haben, nur weil in der heutigen Zeit die meisten mathematischen Artikel und Arbeiten auf Englisch geschrieben werden.

Nach zwei Jahren Leistungskurs Mathe, Latein muss ich aber trotzdem sagen, dass sich diese beiden Fächer in der Vorgehensweise nicht unähnlich sind, obwohl sie eigentlich rein inhaltlich - da muss man, auch bei noch so verzweifelter Suche nach Gemeinsamkeiten, ganz ehrlich sein - überhaupt nichts mit einander zu tun haben. Mit Vorgehensweise meine ich folgendes: Beschränkt man mal Latein aufs Übersetzen, dann kann man festhalten, dass man für Latein, wenn man die Grundlagen (wie Grammatik und Wortschatz) beherscht, wenig bis gar nichts lernen muss bzw. kann; nicht zu verwechseln mit Üben. Mit anderen Worten: Latein ist ein Fach, bei dem Verstehen und Können ganz oben stehen. Genauso ist es doch bei Mathe: Natürlich muss man gewisse Grundkenntnisse mitbringen, doch wenn man diese hat, läuft es oder es läuft nicht; bei letzterem bringt einen auch Büffeln nicht weit. Das liegt vermutlich daran, dass bei beiden Fächern viel an analytischen und kreativen Denken abverlangt wird, das man nicht oder nur schlecht lernen kann. Einen verschachtelten Satz zu entwirren oder eine komplexe und dadurch vielleicht schwierig wirkende "Rechenaufgabe" in seine Bestandteile zu zerlegen und damit enorm zu vereinfachen erfordert meiner Meinung nach ähnliche Fähigkeiten.
Desweiteren kommen sowohl in Mathe als auch in Latein immer wieder dieselben Sachen vor, die im Laufe der Zeit zur Routine werden bzw. zur Routine werden sollten. Auf diesen Grundlagen baut oft der ganze Satz oder der ganze Lösungsweg auf; ohne diese ist man also mehr oder weniger chancenlos. Ich denke da beispielsweise an den Ablativus Absolutus oder ans Ableiten.

So, jetzt habe ich genug gelabert. Natürlich ist das nur meine Meinung; was ihr darüber denkt, ist wieder eine ganz andere Sache.

mfg & LG

_________________
Aequam memento rebus in arduis servare mentem!


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